Freitag, 18. August 2017

Ulreich-Show sichert Bayern-Auftaktsieg

FC Bayern München 3:1 Bayer 04 Leverkusen

Durch zwei frühe Treffer der beiden Bayern-Neuzugänge Rudy und Tolisso bekam der Deutsche Meister früh die Kontrolle über das Spiel und den Gegner. Obwohl Leverkusen sich tapfer wehrte, war die Werkself am Ende chancenlos und so starten die Münchner mit einem 3:1-Sieg in die Mission Titelverteidigung. Lewandowski und Mehmedi sorgten für die weiteren Treffer. 

Aufstellung:


Zum Bundesliga-Start setzt Carlo Ancelotti auf drei Neuzugänge. Neben Tolisso und Süle darf auch Rudy von Beginn an ran. Außerdem ist Alaba rechtzeitig fit für die Startformation geworden, um zusammen mit Ulreich, Hummels, Kimmich, Vidal, Müller, Ribéry und Lewandowski den ersten Sieg der Saison einzufahren. Bei Leverkusen setzt Neu-Coach Heiko Herrlich auf Leno, Tah, Bender, Bailey, Mehmedi, Wendell, Aranguiz, Kohr, Volland, Bellarabi und Henrichs. 

Spielverlauf:


5. Die erste gute Möglichkeit der Saison bekommt Tolisso. Der Bayern-Neuzugang kommt nach einer herrlichen Kombination an der Strafraumgrenze zum Abschluss. Doch sein Schuss ist für Leno kein Problem. 

9. 1:0, Süle. Nachdem gefühlt zehnten Foulspiel an Ribéry bekommen die Bayern einen Freistoß in halblinker Position. Rudy bringt das Leder punktgenau auf den Kopf von Süle. Der Neu-Bayer bringt die Münchner mit seinem gezielten Kopfball früh in Führung. 

12. Die Riesenmöglichkeit für Leverkusen zum Ausgleich. Doch Ulreich reagiert überragend mit einer Fußabwehr gegen Mehmedi und verhindert den Gegentreffer. 

16. Vidal versucht es einmal aus gut 30 Metern. Sein Fernschuss segelt deutlich über den Kasten von Leno.

19. 2:0, Tolisso. Einen Eckball klärt Leno direkt vor den Fuß von Vidal. Der Chilene bringt den Ball unmittelbar zu Tolisso. Der Franzose muss aus fünf Metern nur noch einnicken. 

21. Erneut hat Leverkusen direkt die Möglichkeit den Treffer des Rekordmeisters zu kontern. Doch wieder ist Ulreich mit einer starken Fußparade diesmal gegen Volland zur Stelle. 

23. Die nächste Traumkombination des Deutschen Meisters. Doch diesmal verhindert der Pfosten den nächsten Treffer von Tolisso. 

27. Ribéry ist in absoluter Spiellaune. Der Franzose bedient Müller mustergültig. Doch die Nummer 25 scheitert am gut reagierenden Leno. 

51. 3:0, Lewandowski. Zum ersten Mal kommt der Videoschiedsrichter zum Zug. Nach Überprüfung bekommen die Bayern einen Elfmeter nach Foulspiel an Lewandowski zugesprochen. Der Pole trifft selbst an und verwandelt sicher zum 3:0. 

56. Leverkusen gibt sich nicht auf. Nach einem starken Pass von Kohr, kommt Brandt zum Abschluss. Doch sein Schuss geht knapp neben das Tor von Neuer-Vertreter Ulreich. 

57. Überragend was Ulreich hier zeigt. Der Torhüter reagiert zunächst blendend mit einer weiteren Fußparade gegen Brandt. Zusammen mit Kimmich können die beiden dann auch en Nachschuss abwehren. 

64. 3:, Mehmedi. Über Brandt wandert das Leder zu Mehmedi. Der Schweizer zieht direkt ab und sorgt für den hochverdienten Anschlusstreffer. 

78. Lewandowski nutzt einen Patzer der Leverkusener Hintermannschaft und kommt noch einmal zum Abschluss. Der Pole setzt das Leder aber nur ans Aussennetz. 

82. Nach einer Hereingabe von Kampl sorgt Alaba beinahe für ein Eigentor. Doch das Leder fällt direkt in die Arme von Ulreich. 

86. Robben bringt Lewandowski in die perfekte Ausgangslage zum 4:1. Doch der Stürmer läuft alleine auf Leno zu und setzt seinen Abschluss deutlich neben das Tor. Das hätte das 4:1 sein müssen. 

88. Beinahe ein Billard-Tor der Leverkusener. Doch der Abpraller von Brandt geht knapp am Tor der Gastgeber vorbei. 

90+1. Leno zeigt noch einmal seine Klasse gegen Robben und verhindert mit dem Bein das 4:1. 


Halbzeit:
Die Münchner liefern ein richtiges Fußball-Feuerwerk und begeistern die Fans mit zahlreichen herrlichen Kombinationen. Lediglich in der Defensive bestehen noch einige Probleme und so können sich die Hausherren bei Ulreich bedanken, dass die Null noch steht. 

Matchwinner:


Sven Ulreich ist der heimliche Held des Abends. Während das Münchner Mittelfeld vor allem in der ersten halben Stunde ein wahres Feuerwerk zündete, war Ulreich zur Stelle als er gebraucht wurde. Unmittelbar nach dem 1:0 und 2:0 parierte der Neuer-Ersatz phänomenal und sicherte so die Führung der Bayern. Auch in Halbzeit 2 zeigte der Schlussmann zahlreiche gute Paraden. Beim Gegentreffer war er dagegen chancenlos. 

Verlierer des Spiels:


Während die Leverkusener Defensive immer mal wieder einen schritt zu langsam war, schaffte es die Offensive dagegen zahlreiche richtig gute Möglichkeiten zu kreieren. Doch vor dem Tor zeigte sich Bayer extrem nervenschwach und vergab einige gute Chancen. So kann man in München keinen Blumentopf gewinnen. 

Analyse:


- Kaum startet die Bundesliga in die neue Saison präsentierten sich die Bayern von Beginn an hochmotiviert und in einer absoluten Topferfassung. Die Münchner setzen die Gäste von der ersten Sekunde mit frühem Pressing unter Druck und verhinderten so ein zielsicheres Aufbauspiel der Leverkusener. 

- Bayer versuchte den extrem gut aufgelegten Rekordmeister früh durch zahlreiche Foulspiele den Rhythmus zu nehmen. Immer wieder wurde vor allem Ribéry durch kleine Nichtigkeiten gestört und zu Fall gebracht. Erfolgreich war diese Taktik allerdings nicht besonders lange. 

- Standards waren in den letzten Jahren nicht unbedingt die Stärke der Bayern. Scheinbar hat Trainer Ancelotti mit seinem Team daran gearbeitet. So fielen die ersten beiden Treffer nach Standardsituationen. Vor allem beim 1:0 war es eine perfekte Kombination aus Flanke und Kopfball. 

- Mit dem Beginn eines unfassbaren Unwetters begann der Spielfluss beider Teams enorm abzuflauen. Bis zu Halbzeit versuchten beide Mannschaften nur noch das Ergebnis zu verwalten. 

- In der zweiten Hälfte kamen die Leverkusener zu zahlreichen richtig guten Möglichkeiten. Doch vor dem Tor fehlte es der Werkself an Kaltschnäuzigkeit. Egal ob Volland, Kohr oder Brandt - die Leverkusener scheiterten allesamt kläglich am überragenden Ulreich. 

Samstag, 5. August 2017

Elfer-Krimi - Bayern gewinnt Supercup

Borussia Dortmund 6:7 n.E. (2:2) FC Bayern München

Nach einem starken Auftakt der Dortmunder brachte Pulisic den BvB verdient in Führung. Fünf Minuten nach dem Rückstand glich Lewandowski nach einer hervorragenden Vorlage von Kimmich aus. In der zweiten Hälfte dominierte Dortmund dann zwar die Partie und ging durch Aubameyang erneut in Führung, musste kurz vor Schluss aber noch den Ausgleich hinnehmen. Im Elfmeterschießen waren dann die Bayern die glücklicheren. 

Aufstellung:


Nach den zuletzt schwachen Ergebnissen in den Vorbereitungsspielen will Trainer Carlo Ancelotti mit Ulreich, Hummels, Martinez, Rafinha, Kimmich, Rudy, Vidal, Tolisso, Müller, Ribery und Lewandowski den ersten Titel der Saison einfahren. Beim BvB darf Peter Bosz sein Pflichtspieldebut als Coach geben. Mit Bürki, Zagadou, Bartra, Dembele, Sahin, Aubameyang, Dahoud, Pulisic, Sokratis, Piszczek und Castro will die Borussia den Münchnern heute ein Schnippchen schlagen. 

Spielverlauf:


3. Der erste Torschuss des Spiels kommt von Sahin. Sein abgefälschter Schuss geht knapp am Kasten von Ulreich vorbei. 

10. Die erste richtige gute Möglichkeit des Spiels. Ribery erobert das Leder an der Mittellinie. Dann geht es ganz schnell. Über den Franzosen wandert das Spielgerät zu Müller, der Lewandowski steil schickt. Doch der Pole verzieht knapp.

12. 1:0, Pulisic. Bei einem eigenen indirekten Freistoß schlafen die Münchner in der eigenen Hälfte komplett. Martinez lässt sich den Ball von Pulisic amateurhaft abnehmen. Der Dortmunder geht alleine auf Ulreich zu, behält die Nerven und schiebt unbedrängt zum 1:0 ein. 

17. 1:1, Lewandowski. Kimmich wird über rechts steil geschickt. Der Nationalspieler steht vollkommen frei und kann somit Lewandowski mustergültig bedienen. Der Pole muss aus kurzer Distanz das Leder nur noch über die Linie drücken. 

24. Sobald es schnell wird, schlafen die Bayern. Wieder kombinieren sich die Gastgeber schnell zum Strafraum und kommen gefährlich zum Abschluss. Doch den Hackenschuss kann Ulreich parieren. 

31. Ribery setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch und bedient Müller. Die Nummer 25 bekommt seinen Schlappen noch an den Ball, doch Bürki reagiert stark und verhindert den Rückstand. 

34. Langsam werden die Bayern besser. Kimmich flankt auf Müller. Doch sein Kopfball landet knapp neben dem Tor. 

43. Jetzt brennt es lichterloh beim BvB. Bürki patzt beim Fernschuss von Rudy und lässt das Leder nach vorne prallen. Müller wird jedoch beim Nachschuss zurückgepfiffen. 

Halbzeit:
Nach einer starken Anfangsphase ließen die Dortmunder nach dem unverdienten Ausgleich durch Lewandowski deutlich nach. Von dort an übernahm der Rekordmeister das Kommando und der Gastgeber durfte sich bei Bürki bedanken, dass man mit einem Remis in die Halbzeitpause ging. 

71. 2:1, Aubameyang. Lewandowski hat die Riesenmöglichkeit zum 2:1 für die Bayern. Doch der Stürmer schließt weder ab, noch bedient er Coman in der Mitte erfolgreich. Im direkten Konter machen es die Dortmunder besser, sodass Aubameyang alleine auf Ulreich zu geht und den Neuer-Ersatz problemlos überwindet.

76. Ein direkter Freistoß von Sahin ist für Ulreich kein Problem. 

88. 2:2, Kimmich. Völliges Chaos nach einem Bayern-Freistoß. Zunächst knallt das Leder an die Latte und von dort auf die Linie. Nach mehrfachen Stochern rollt das Spielgerät irgendwie doch über die Linie der Dortmunder. Kimmich lässt sich dafür feiern, auch wenn Piszczek die Kugel ins eigene Tor drückt. 

90+2. Die Bayern haben noch einmal die Möglichkeit auf die Entscheidung. Doch Coman agiert zu egoistisch und schließt aus der Distanz vollkommen ungefährlich ab. 

Elfmeterschießen:
2:3, Lewandowski
3:3, Dembele
3:4, Ribery
4:4, Philipp 
4:4, Bürki hält gegen Kimmich
5:4, Aubameyang
5:5, Rudy
5:5, Ulreich hält gegen Rode
5:6, Vidal
6:6, Castro
6:7, Süle
6:7, Ulreich hält gegen Bartra. Bayern gewinnt den Supercup

Matchwinner:


Joshua Kimmich bereitet nicht nur das 1:1 vor - und war beim 2:2 beteiligt - sondern der Nachfolger von Lahm spielte als einer der wenigen Münchner in Normalform und das über die gesamte Spieldauer. Ebenfalls stark: Ribery und Aubameyang. 

Verlierer des Spiels:


Das Münchner-Mittelfeld erwischte einen ganz schwachen Abend. Tolisso, Rudy und vor allem Vidal enttäuschten auf ganzer Linie und brachten gar nichts zu Stande. 

Analyse:


- Mit dem extrem starken Pressing der Dortmunder kamen die Gäste überhaupt nicht klar. Immer wieder verloren die Münchner so das Leder in der eigenen Hälfte. Außerdem gelang es dem Rekordmeister dadurch kaum einmal in die gegnerische Hälfte zu kommen. Durch das frühe Pressing fiel auch die 1:0 Führung des BvBs. 

- Im zentralen Mittelfeld fehlte dem FC Bayern die Schaltzentrale. Dadurch bekamen die Münchner in der Anfangsphase überhaupt keine Kontrolle über die Partie. Entweder der deutsche Meister verlor das Spielgerät im Mittfeld oder der Pass in die Tiefe war zu ungenau. Dies lag einerseits am starken Dortmunder Pressing, andererseits am fehlenden Fixpunkt im Bayern-Spiel. Weder Tolisso noch Rudy oder Vidal konnten über das ganze Spiel für Akzente sorgen. 

- Nach circa 20 Minuten kamen die Bayern langsam besser ins Spiel. Vor allem Ribery, Kimmich und Müller sorgten dafür, dass die Münchner ihren Rhythmus fanden. Die Leistungssteigerung lag aber vor allem daran, dass der BvB sein Pressing deutlich reduzierte. 

- Die zweite Halbzeit begann genau wie die erste Hälfte. Die Westfalen setzen den Rekordmeister immer sofort unter Druck und schafften es so das Kombinationsspiel der Bayern erneut zu minimieren. Sobald man selbst in Ballbesitz gelangte, ging es dann ganz schnell, wie beim 2:1 perfekt vorgeführt. 




Samstag, 25. Februar 2017

Und jährlich grüßt das Murmeltier - Bayern-Gala gegen HSV

FC Bayern München 8:0 Hamburger SV

Mit einer Galavorstellung schoß der FC Bayern die Hamburger mit 8:0 aus der Allianz Arena. In der 17. Minute begann der Torreigen durch Vidal. Es folgten drei Treffer von Lewandwoski, einer von Alaba, zwei von Coman und Robben sorgte für den Schlusspunkt. 

Aufstellung:


Nach dem Last-Minute-Punktgewinn gegen Berlin verändert Carlo Ancelotti seine Bayern heute auf  zwei Positionen. Martinez und Lewandowski kommen zurück in die Startformation. Dafür müssen Kimmich und Bernat zunächst auf der Bank Platz nehmen. Der in den letzten vier Pflichtspielen ungeschlagene HSV beginnt dagegen mit stark veränderter Formation. Für Papadopoulos, Ostrzolek, Diekmeier und Hunt rücken Djourou, Santos, Gregoritsch und Müller in die erste Elf. 

Spielverlauf:


13. Die Bayern machen das Spiel, doch der erste Torschuss kommt vom HSV. Djourou fasst sich aus der zweiten Reihe mal ein Herz. Sein Schuss geht aber am Tor vorbei.

14. Im Gegenzug haben auch die Münchner ihre erste Möglichkeit. Nach einer Flanke legt Vidal per Kopf quer, doch Müller und Robben hauen am Ball vorbei und so können die Gäste gerade noch rechtzeitig klären.

17. 1:0, Vidal. Die erste starke Kombination bringt die Bayern in Führung. Nach einem schönen Doppelpass zwischen Alaba und Costa legt Müller das Leder an der Strafraumgrenze auf Vidal ab. Der Chilene zieht sofort ab. Adler kommt zwar mit den Fingerspitzen noch an die Kugel, kann die Münchner Führung aber nicht mehr verhindern.

18. Die nächste dicke Möglichkeit für den Rekordmeister. Alaba flankt in den Fünfmeterraum. Robben springt am Ball vorbei. Doch aus kurzer Distanz kommt Lewandowski völlig frei zum Abschluss. Den Hammer des Polens kann Adler mit einem überragenden Reflex aber noch an die Querlatte lenken.

24. Elfmeter für die Hausherren. Mavraj sägt Müller im Sechzehner um. Nach kurzem Zögern zeigt Schiedsrichter Dankert auf den Punkt.

24. 2:0, Lewandowski. Beim fälligen Strafstoß verlädt Lewandowski Adler und schiebt zum 2:0 ein.

29. Robben zirkelt einen Freistoß zirkelt perfekt auf den Kopf von Lewandowski. Doch der Torschütze des 2:0 kann das Leder aber nicht Richtung Tor drücken.

30. Alaba schlägt die nächste gute Flanke. Diesmal ist Robben der Abnehmer. Die Direktabnahme des Niederländers kann von Adler zur Ecke geklärt werden.

32. Und wieder landet eine Flanke auf dem Kopf von Lewandowski. Doch der Goalgetter kann die Hereingabe von Costa nicht nutzen und köpft neben das Tor.

3:0, Lewandowski. Wieder kombinieren sich die Bayern unbedrängt bis zum Strafraum. Zunächst kann Adler den Schuss von Costa noch parieren. Den Nachschuss bringt Lewandowski aber dann im Kasten der Hamburger unter.


Halbzeit:
Nach kleinen Schwierigkeiten zu Beginn zeigten die Bayern eine Galavorstellung und führt hochverdient mit 3:0.

50. Gregoritsch zirkelt einen Freistoß hoch ins rechte Eck. Manuel Neuer fliegt elegant und fängt das Leder problemlos.

52. Die nächste Großchance der Bayern. Nach einem Konter schließt Robben aus kurzer Distanz ab. Wieder ist Adler mit einer herausragenden Parade zur Stelle und verhindert den nächsten Gegentreffer.

54. 4:0, Lewandowski. Die Hamburger machen es den Münchner viel zu einfach. Robben spitzelt mit der Hacke das Leder in den Lauf Lewandowski. Die Nummer 9 macht mit seinen Dreierpack perfekt.

56. 5:0, Alaba. Traumpass von Lewandowski auf Müller. Der deutsche Nationalspieler legt den Ball mustergültig und extrem uneigennützig auf Alaba quer. Der Österreicher muss nur noch ins leere Tor einschieben.

65. 6:0, Coman. Hummels spielt den perfekten Pass auf den eingewechselten Coman. Der Franzose nimmt den langen Ball perfekt mit und schiebt das Leder an Adler vorbei zum 6:0.

69. 7:0, Coman. Die Hamburger können das Leder nicht klären und so kommt Coman an der Strafraumgrenze zum Abschluss und sorgt für seinen zweiten Treffer.

87. 8:0, Robben. Robben tanzt Mavraj aus und zwirbelt den Ball aus sieben Meter unten ins Eck. Adler ist wieder einmal chancenlos. 

Matchwinner:


Lewandowski erzielte einen Hattrick und Alaba machte ein richtig gutes Spiel. Und dennoch war Müller der absolute Matchwinner. Das 1:0 bereitete er vor. Den Elfmeter vor dem 2:0 holte er heraus. Das 3:0 leitete er ein und beim 5:0 zeigte er sich unglaublich mannschaftsdienlich. Die Krise der Nationalspielers scheint auch ohne Torerfolg in der Bundesliga vorerst beendet. 

Verlierer des Spiels:


Einen Hamburger herauszugreifen wäre schlicht und ergreifend unfair. Bis auf Adler, der eine richtig starke Partie zeigte, war das gelinde gesagt eine absolute Katastrophe, was der Rest der Mannschaft zeigte.

Analyse:


- Eine Viertelstunde lang hielt der HSV mutig dagegen. Dann kombinierten die Bayern zum ersten Mal herrlich miteinander und ging in Führung. Die Folge war, dass die Hamburger ihre Offensivbemühungen komplett einstellten und wie schon in den letzten Jahr schnell auseinanderfielen. Am Ende konnte man bei Hamburg eigentlich von Arbeitsverweigerung sprechen. 

- Auch ohne seinen kongenialen Partner Ribéry zeigte Alaba eine richtig starke Leistung. Bisher harmonierten der Österreicher und Costa alles andere als ideal miteinander. Heute zeigten sie allerdings, dass sie sehr wohl miteinander können. Immer wieder schafften es die beiden sich bis zur Grundlinie durchzukomponieren und gefährliche Hereingaben nach Innen zu bringen. 

- Im Gegensatz zur extrem schwachen Leistung der Münchner gegen Berlin, zeigte der Rekordmeister heute endlich wieder einmal eine echte Galavorstellung. Mit dem 1:0 begann die Show des Tabellenführers. Schöne Kombinationen, viele Torchancen und zahlreiche Tore konnten die Zuschauer bewundern. 





Samstag, 11. Februar 2017

Schlussoffensive sichert Bayern-Sieg

FC Ingolstadt 04 0:2 FC Bayern München

Nach 80 schwachen Minuten legen die Bayern in der entscheidenen Phase eine Schippe drauf und sichern sich am Ende drei wichtige Punkte und bauen damit ihren Vorsprung in der Tabelle weiter aus. Die Tore erzielten kurz vor Schluss Vidal und Robben. 

Aufstellung:


Im Vergleich zum knappen Pokalsieg gegen den VFL Wolfsburg verändert Trainer Ancelotti seine Mannschaft auf zwei Positionen. Für Robben und Costa dürfen Kimmich und Müller von Beginn an ran. Bei Ingolstadt nimmt Coach Walpurgis drei Wechsel vor. Roger, Christiansen und Jung müssen für Leckie, Tisserand und Cohen weichen. 

Spielverlauf:


20. Alonso spielt den Traumpass auf Lewandowski. Der Pole hat freie Bahn und lupft das Leder über den Ingolstädter Schlussmann. In höchster Not wird die Kugel von Matip allerdings noch kurz vor der Linie geklärt. 

37. Die nächste kleine Chance der Bayern. Diesmal versucht es Thiago aus der zweiten Reihe. Doch sein Ball segelt über den Kasten der Schanzer.  

39. Das Spiel nimmt an Tempo auf. Zunächst klatscht ein Kopfball der Ingolstädter auf das Tor von Neuer. Im direkten Gegenzug kommen die Münchner zur nächsten Möglichkeit. Doch Thiagos Schuss stellt für Hansen kein Problem dar. 

Halbzeit:
Ingolstadt hat mehr vom Spiel, kommt aber nicht zu Möglichkeiten. Die Bayern dagegen zeigen wieder einmal eine erschreckend schwache Leistung und kommen mit dem Pressing der Schanzer überhaupt nicht klar. 

47. Der Ball und Thomas Müller sind weiterhin keine Freunde. Nachdem Lewandowski den kriselnden Münchner im Strafraum bedient, wird Müllers Schuss von Hansen abgefälscht und auf der Linie von Hadergjonaj gerade noch geklärt. 

54. Die erste dicke Gelegenheit für die Gastgeber. Nach einem Eckstoß kommt Leckie glücklich an das Leder, lenkt den Ball aber knapp neben den Kasten der Münchner. 

83. Das Glück ist den Bayern heute nicht hold. Lewandowski fasst sich jenseits der Strafraumgrenze ein Herz und zieht ab. Sein Hammer knallt allerdings nur an das Lattenkreuz. 

90. 0:1, Vidal. Die Bayern werden gefährlicher. Diesmal kombinieren der eingewechselte Rafinha und Müller. Der seuchengeplagte Goalgetter flankt in die Mitte. Dort muss Vidal nur noch den Fuß hinhalten und erzielt den Führungstreffer.

90+1, 0:2, Robben. Robben dribbelt sich durch das Mittelfeld der Gastgeber und spielt den Doppelpass mit Costa. Anschließend schließt der Niederländer ab, tunnelt dabei einen Gegenspieler und erzielt das 2:0.

Matchwinner:

Das Münchner Power-Play in den letzten 10 Minuten war richtig guter Fußball. Auf einmal gelang das Kombinationsspiel und im Abschluss zeigte man sich zielsicher. 

Verlierer des Spiels:


Der verwöhnte Bayern-Fan kommt derzeit nicht auf seine Kosten. Die Münchner Offensive ist derzeit alles andere als ein Torlieferant. Die Münchner Angriffsbemühungen sind zu meist zu ausrechenbar und vor allem zu langsam. Wenn beim Rekordmeister derzeit etwas geht, dann durch Einzelaktionen. 

Analyse:


- Wie schon im Hinspiel agierten die Ingolstädter von Beginn an hoch aggressiv. Durch das frühe Anlaufen der Schanzer taten sich die Bayern enorm schwer das eigene Spiel aufzubauen. In der ersten halben Stunde waren die Gastgeber mehr in der Hälfte der Münchner als umgekehrt. Chancen sprangen für die Hausherren dabei allerdings nicht heraus. 

- Nach der Pause übernahmen die Bayern die Kontrolle über die Partie, während sich die Ingolstädter deutlich weiter zurückzogen und ihr Pressing weitestgehend einstellten. Trotz des höheren Ballbesitz der Münchner kamen die Gäste kaum zu Torchancen. 

- Thomas Müllers Seuche geht weiter. Die Nummer 25 machte mal wieder eine völlig unauffällige Partie. Bei seiner einzigen Chance fehlte ihm das nötige Glück, als Hadergjonaj die Kugel noch von der Linie kratzen konnte. Zumindest bereitete der Offensivspieler das wichtige 1:0 vor. 



Freitag, 6. Januar 2017

Bledsoe sorgt für Dallas-Pleite

Dallas Mavericks 95:102 Phoenix Suns


In einer ausgeglichenen und engen Partie behielten die Phoenix Suns dank Eric Bledsoe am Ende die Oberhand über die Dallas Mavericks. Für die Mavs ist die Pleite ein weiterer Rückschlag im Kampf um die Playoffs. 

Starting Five:


Wie schon beim Spiel gegen Washington lässt Coach Carlisle Andrew Bogut zunächst von der Bank kommen, wodurch Nowitzki als Center startet. Neben ihm beginnen Williams, Finney-Smith, Matthews und Barnes. Auf Seiten der Suns steht unter anderem der ehemalige Maverick Tyson Chandler in der Starting Five. 

Spielverlauf:


4. Während Nowitzki noch seinen Wurf sucht und zwei offene Würfe daneben setzt, zeigt Tyson Chandler gleich mal sein ganzes Können und bringt seine Suns in Führung. Nachdem Nowitzki auch seinen dritten Wurf daneben setzt, lässt er sich bei seiner vierten Möglichkeit nicht zweimal bitten und verkürzt per Dreier auf 3:4. 

9. Matthews stielt den Ball und läuft alleine auf den Korb zu. Von hinten verhindert Booker mit einem spektakulären Block den einfachen Layup. Doch Dallas sichert sich den Spalding und so kommt kurz darauf Matthews zu einem offenen Dreier und sorgt für eine fünf-Punkte-Führung der Mavs.

12. Obwohl Nowitzki den Buzzerbeater nicht im Korb versenken kann und bisher lediglich zwei seiner sechs Würfe ihr Ziel fanden, beenden die Mavs dank guter Defense das erste Viertel mit einer 22:19 Führung.

17. Auch wenn Nowitzki immer noch seinen Wurf sucht, sorgt er dennoch indirekt für Punkte seines Teams. Diesmal nutz Powell einen Offensivrebound um zu punkten. Auf der Gegenseite ist auch Phoenix erfolgreich und so ist das Spiel wieder ausgeglichen.

20. Barnes fängt Feuer! Die letzten sechs Punkte der Mavs gehen auf sein Konto. Bei seinem letzten Korb half allerdings fast das ganze Team. Während Bogut mit einem Block den Angriff einleitete, sorgte vor allem Brussino mit einem tollen Zuspiel dafür, dass der go-to-guy der Texaner keine Schwierigkeiten beim Korbleger hatte.

24. Die Suns finden kein Mittel gegen Harrison Barnes. Der Forward scort wie er will. Doch dank einer soliden Offensive lassen sich die Gäste nicht wirklich abschütteln und so geht es mit 45:41 in die Kabine.

29. Beide Mannschaften schaffen es nicht ihre Offensive ins Laufen zu bekommen. Immerhin gelingt es Phoenix immer wieder zu punkten. Bei den Mavs dagegen fällt überhaupt kein Wurf mehr und so haben die Gäste mittlerweile die Führung übernommen.

34. Dallas findet momentan einfach keinen Rhythmus. Der einzige Mav der wirklich gefährlich ist, ist weiterhin Barnes. Da Phoenix aber weiterhin konstant punktet, bleiben die Gäste in Front. 61:66.

36. Mit einem spektakulären Block sorgt Barnes erneut dafür, dass sein Team wieder in Fahrt kommt. Daraufhin scort auch Curry einige Male. Mit dem Buzzer bringt Harris die Pferdchen dann von beyond the arc wieder in Führung.

41. Ohne Barnes auf dem Feld übernimmt Phoenix wieder die Kontrolle. Vor allem Len bekommen die Hausherren nicht wirklich in den Griff. Doch Williams übernimmt die Verantwortung und sorgt mit seinen fünf Punkten in Folge wieder dafür, dass die Partie ausgeglichen ist.

46. Während Booker bei den Suns kaum zu stoppen ist, sorgt Williams mit zwei Midrange-Jumpern wieder für den Ausgleich.

48. Mit einem Dreier sorgt Bledsoe für eine drei-Punkte-Führung der Suns. Da auch sein nächster Jumper sitzt, liegen die Mavs 36,6 Sekunden für Schluss mit fünf Punkten zurück. Da Matthews von Downtown sein Ziel verfehlt und Bledsoe an der Linie keine Nerven zeigt, verlieren die Mavs am Ende mit 102:95. 

Star of the night:


Lange Zeit war von Bledsoe (26 Punkte, sieben Assists) nichts zu sehen. Doch als es drauf an kam, war der quirlige Point Guard zur Stelle, sorgte für sieben Punkte in den letzten zwei Minuten und brachte sein Team so auf die Siegerstraße. 

Flop of the night:


Wenn man einen Spieler in den eigenen Reihen hat, der nicht nur der go-to-guy sein soll, sondern auch noch acht von 13 Würfen trifft, muss der Spalding in der heißen Phase zu ihm. Dennoch schaffte es Rick Carlisle nicht Spielzüge für Harrison Barnes zu kreieren. Allgemein lies der Coach in der zweiten Halbzeit viel zu selten den Ball in die Hände des Forwards geben. 


Analyse:


- Beide Teams agierten über die gesamte Partie auf Augenhöhe. So schaffte es auch keine Mannschaft sich mit mehr als sieben Punkten abzusetzen. Immer wieder wechselte die Führung, ohne das eine Franchise davon ziehen konnte.

- Mit Harrison Barnes haben die Dallas Mavericks ihren zukünftigen Franchise Player gefunden. Was in dem Forward steckt, zeigte er heute mal wieder auf eindrucksvolle Weise. Insbesondere in der ersten Hälfte war Barnes nicht zu stoppen und stellte ein ständiges Missmatch dar. So scorte der Dallas-Neuzugang nach Belieben und kam am Ende auf 19 Punkte bei einer hervorragenden Quote (8/13 FG).

- Dass die Mavs zu den schlechtesten Rebounding-Teams der Liga gehören ist nicht neu. Auch heute waren sie unter dem Korb chancenlos und griffen 22 Rebounds weniger ab als der Gegner. Vor allem unter dem eigenen Korb lies man Phoenix zu viel Raum und so kamen die Gäste auf starke 18 Offensivrebounds.

- Auch der Dreier wollte bei Dallas heute nicht fallen. Lediglich neun der 29 Würfe von Downtown fanden ihr Ziel. Da die Suns hier 41,2 Prozent trafen, war dies neben den Rebounds der Hauptgrund für die nächste Dallas Pleite.



Mittwoch, 28. Dezember 2016

Houston demütigt Dallas

Dallas Mavericks 107:123 Houston Rockets

Vor eigenem Publikum müssen die Dallas Mavericks gegen Houston Rockets die nächste Pleite hinnehmen. Bereits zur Halbzeit war die Partie eigentlich entschieden. Nowitzki erwischte dabei einen schwachen Abend, während auf der Gegenseite Harden seine ganze Klasse zeigte. 

Starting Five:


Nach der gestrigen Niederlage gegen die Pelicans dürfen die Mavs heute zu Hause gegen die Rockets ran. Dabei kann Coach Carlisle wieder auf seine Wunschstartformation zurückgreifen. Der widergenese Bogut rückt für Finney-Smith in die Starting Five. Bei den Rockets starten neben Harden, Brewer, Ariza und Anderson auch Nene, der den verletzten Capela ersetzt. 

Spielverlauf:


4. Dallas findet wie so oft nicht gut ins Spiel. Immer wieder kommen die Rockets durch ihren Tempobasketball zu einfach Körben und können sich bereits nach wenigen Minuten absetzen. 4:12.

8. Nachdem die Mavs bereits mit 14 Punkten in Rückstand lagen, wachen die Hausherren langsam auf. Nach fünf Punkten von Barnes in Folge, einem Block von Bogut und einem Dreier von Williams verkürzt Dallas auf 18:24.

11. Unglaublich, was die Fans hier in den ersten Minuten zu sehen bekommen. Dallas wirkt jetzt wie ausgewechselt und zeigt auch in der Defensive auf einmal eine unglaubliche Intensität. Mit einem weiteren Wurf von Downton bringt Matthews sein Team sogar in Führung.

15. Seth Curry ist gerade nicht zu stoppen. Bereits dreimal sorgte der Point Guard für einen Dreier. Da auf der Gegenseite aber auch die Würfe von Downtown gut fallen, bringt Anderson mit seinem Korb die Raketen wieder mit fünf Punkten nach vorne.

19. Ist das kurze Aufbäumen der Mavs schon wieder zu Ende. Während Dallas im Angriff nichts mehr gelingt, legen die Rockets einen 16:0-Lauf aufs Parkett und ziehen wieder davon.

24. Die Rockets spielen ihren Stiefel runter und treffen von Downtown fröhlich weiter. Dadurch ist die Partie zur Pause schon fast entschieden. 47: 66.

28. Das Spiel hat komplett seinen Rhythmus verloren. Nach den Technical Fouls gegen Mejri, Ariza und Carlisle ist spielerische Klasse gerade überhaupt nicht zu finden. Aber selbst in dieser konfusen Phase sind die Rockets deutlich besser. 54:79.

35. Angefressen von einem Technical Foul gegen ihn knallt James Harden den nächsten Dreier in den Korb. Mittlerweile hat der Superstar 34 Punkte auf seinem Konto.

39. Langsam aber sicher wird es richtig bitter für Dallas. Der Sieg der Rockets ist nur noch eine Frage der Höhe. Gordon haut den nächsten langen Dreier durch den Reus. 77:104

48.  Am Ende bringen die Rockets den Sieg sicher nach Hause und gewinnen mit 123:107.

Star of the night:


Während James Harden seine gewohnten Zahlen auflegte, sprang vor allem Anderson ihm zu Seite . Der Dreierspezialist zeigte sich heute äußerst treffsicher und war in der Phase als Dallas aufschloss zur Stelle. 

Flop of the night:


Das Ball-Movement der Mavs war heute quasi nicht vorhanden. Immer wieder musste man so einen Notwurf nehmen, was über weite Strecken wenig erfolgreich war. Auch die Intensität in der Defense war phasenweise grauenvoll. Sinnbildlich hierfür stand die Leistung von Deron Williams, der einen rabenschwarzen Abend erwischte. 

Analyse:


- In einer unglaublich intensiven ersten Halbzeit zeigten die Mavs mal wieder Licht und Schatten. Während man den Start in die Partie komplett verschlief und schnell mit 14 Punkten in Rückstand lag, zeigten die Gäste, dass man das Texas-Derby nicht so ohne weiteres abschenken wollte. So kämpften sich die Pferdchen schnell wieder heran und konnten sogar kurzfristig in Führung gehen. Doch kurz darauf kam der nächste Kollaps und Houston zog wieder davon - diesmal endgültig.

- Der Dreier der Mavs fällt immer besser, was die Offensive phasenweise stark ankurbelt. Doch mehr lief bei den Hausherren heute auch nicht rund im Angriff. Beim Zug zum Korb strahlten die Dallas-Guards überhaupt keine Gefahr aus, wodurch Dallas kaum Punkte in der Zone erzielte. Auf der Gegenseite kamen die Rockets immer wieder völlig unbedrängt zum Korb und schlossen dort hochprozentig ab.

- Zeigte Nowitzki in seinen ersten beiden Spielen nach seiner Verletzung jeweils eine starke Leistung, wollte dem Deutschen heute nur wenig gelingen. Lediglich zwei seiner acht Würfe fanden ihren Weg in den Korb. Zudem war seine Defense phasenweise katastrophal. 

- So viele Technicals und Flagrant Fouls habe ich persönlich noch nie in einer Partie gesehen. Obwohl das Spiel relativ schnell entschieden war, schafften es die Referees nicht Ruhe ins Spiel zu bringen. Auch wenn sie mit ihren Entscheidungen meistens richtig lagen, gaben sie keine gute Figur ab. 

Dienstag, 27. Dezember 2016

Bankspieler bezwingen Mavs

New Orleans Pelicans 111:104 Dallas Mavericks

In einer hartumkämpften und engen Parte behielten die New Orleans Pelicans mit 111:104 die Oberhand über die Dallas Mavericks. Bei den Gästen zeigte Nowitzki erneut, dass mit ihm noch zu rechnen ist. Ohne ihn offenbarte Dallas aber gewohnte Schwachstellen im Angriff. Am Ende sorgen zwei Reservisten für die Entscheidung für die Pelicans. 

Starting Five:


Nach zuletzt zwei Siegen in Folge setzt Coach Carlisle am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Starting Five wieder auf Williams, Matthews, Finney-Smith, Barnes und Nowitzki. Weiterhin nicht mit von der Partie ist Andrew Bogut, der aber kurz vor seinem Comeback stehen soll. Bei den Pelicans beginnen Holiday, Hield, Hill, Cunningham und Davis. 

Spielverlauf:


3. Die Pelicans wollen von Beginn an klar machen, wer der Herr im Haus ist. Nach einem Korbleger von Holiday zum 9:2 räumt Davis auf der anderen Seite des Korbs auch noch Nowitzki ab. 

7. Auch wenn Dallas besser ins Spiel kommt, bekommen sie Rookie Hield noch nicht in den Griff. Nach seinem Dreier hat er bereits sieben Punkte auf dem Konto und baut die Führung seiner Pelicans wieder auf fünf Punkte aus.

12. Auf beiden Seiten des Courts haben die Mavs bisher ihre Probleme. Zumindest Nowitzki findet langsam ins Spiel und bringt sein Team auf 20:25 heran. 

16. Langsam kommen auch Nowitzki Mitspieler ins Spiel. So scort Curry fünf Punkte innerhalb von wenigen Sekunden. Kurz darauf gleicht der lange Deutsche per Dreier die Partie aus. Doch New Orleans antworten sofort mit einem Fünf-Punkte-Lauf. 

19. Mit dem nächster Dreier der Mavs bringt Harris die Gäste zum ersten Mal im Spiel in Führung. Direkt im Gegenzug sorgt Davis umgehend wieder für den Ausgleich. 

24. Mit einem Three-Point-Play sichert Williams Dallas die two-for-one Möglichkeit. In der Defense ist die Rotation aber eine Katastrophe und so bringt Moore die Hausherren wieder in Führung. Williams vergibt mit dem Buzzer die Chance zum Ausgleich. 

29. Defense ist bei beiden Teams gerade Mangelware und so kommen die Zuschauer durchaus auf ihre Kosten. Nach einem spektakulären Dunk von Finney-Smith und einem weitern Korberfolg von Barnes ist die Partie wieder ausgeglichen, bis Hill die Pelicans mit einem Dreier wieder in Front schießt. 

34. Immer wenn die Mavs ausgleichen, startet New Orleans einen kleinen Run. Diesmal sorgt Moore dafür, dass seine Mannschaft in Front bleibt. Egal ob Layup, Mitteldistanzwurf oder Dreier - der Guard ist gerade on fire und hat bereits 16 Punkte auf seinem Konto. 

39. Wieder einmal müssen die Mavs einem zweistelligen Rückstand hinterherlaufen. Doch binnen wenigen Augenblicken halbieren die Texaner ihren Rückstand. Doch nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von Cunningham steht es 90:83.

44. Dallas versucht alles, um das Spiel noch einmal zu drehen. Immer wieder verlieren sie den Anschluss - immer wieder gelingt es ihnen aber auch die Lücke wieder schnell zu schließen. Diesmal bringt Williams mit zwei Dreiern in Folge sein Team wieder bis auf einen Zähler heran. 


48. Die Mavs versuchen alles, um noch einmal heran zukommen. Durch dumme Fouls und schlechte Würfe ist der Sieg der Pelicans am Ende nicht mehr gefährdet. New Orleans gewinnt mit 111:104. 

Star of the night:


Während Anthony Davis gewohnt stark agierte, zeigten sich vor allem Moore und Galloway richtig spielfreudig. Letzterer war von Downtown nicht zu stoppen und traf alle seine fünf Dreier. Moore dagegen fiel durch seine Vielseitigkeit in der Offensive aus und war von Dallas kaum zu stoppen. 

Flop of the night:


So stark Matthews in der Verteidigung agiert, so überhastet und unüberlegt zeigt er sich dann auf der anderen Seite des Courts. Immer wieder versuchte es der Guard mit dem Kopf durch die Wand. Entweder der Defensivspezialist nahm schlechte Würfe oder verlor den Spalding (4 Turnover) beim Versuch zum Korb zu ziehen.

Analyse:


- Wie schon im ersten Spiel nach seiner Verletzungspause war Nowitzki in der Offensive der Mavs wieder Dreh- und Angelpunkt, wenn er auf dem Court stand. Erneut erwischte der Deutsche einen guten Start und brachte sein Teams mit seinen Jumpern erst richtig ins Spiel. Wie schon gegen die Clippers musste der 38-Jährige in der zweiten Hälfte dann allerdings zuschauen und seine Mannschaftskollegen von der Bank aus unterstützen. Die Folge war, dass der Spalding bei Dallas viel schlechter lief als zuvor und die Trefferquote beim Champion von 2011 deutlich herunterging. 

- Zu Beginn der Saison wollte der Dreier bei den Mavs überhaupt nicht fallen. Allmählich kommen die Texaner allerdings in ihren Rhythmus und treffen immer besser von beyond the arc. So auch heute. Nach der Pause kühlten die Distanzschützen zwar zwischendurch wieder etwas ab, aber schließlich waren vor allem die Three-Pointer von Williams dafür verantwortlich, dass die Pferdchen dran blieben.  Doch auch bei den Pelicans fiel der Dreier wahnsinnig gut und so traf vor allem Galloway aus allen Lagen. 

- An Anthony Davis liegt es nicht, dass die Pelicans zu den schlechtesten Teams der Liga gehören. Auch diesmal zeigte der Center seine ganze Klasse. Egal ob unter dem Korb oder aus der Mitteldistanz - der Nummer 1 Pick von 2012 war wieder on fire. Auch in Defense war er wie gewohnt zur Stelle und sorgte dafür, dass die Mavs kaum zum Korb durchkamen. Lediglich im Umgang mit dem Ball hatte er so einige Probleme (6 Turnover).